Der erste Baum / Der erste Baum
Der erste Baum ist eine Videoinstallation, die den Fall eines Baumes in eine kritische Meditation über die Beziehung zwischen Menschen und anderen Lebensformen verwandelt. Das Werk – bestehend aus 110 handgezeichnete Rahmen mit Tinte und Blattgold auf Kraftpapier – zusammen mit der daraus resultierenden Animation, reflektiert unsere Wahrnehmung von Werten, Verlust, und ökologisches Gedächtnis.
Die Animation zeigt den Einsturz eines Baumes, an seiner Stelle wird ein goldener „Geisterbaum“ enthüllt: eine geheiligte Silhouette, die als Zeugnis dessen fortbesteht, was nicht mehr vorhanden ist. Dieser auratische Geist ist nicht nur eine spirituelle Metapher, sondern ein symbolischer Akt des Widerstands. Das Gold verschönert nicht; es erhebt die Abwesenheit zu einem Denkmal für das geopferte Lebewesen, Wir konfrontieren unsere Mitschuld an der Erosion von Ökosystemen.
Das Stück vertieft eine ökologische Poetik, die der Künstler bereits in früheren Projekten zu erforschen begann Auftakt (ONA-Galerie, 2024) Und Jeder Farbton, den du mir geben kannst (Biennale von Havanna, Wifredo Lam Center, 2024, in Zusammenarbeit mit Ira Kononenko), Es erinnert uns an unsere wesentliche Abhängigkeit – materiell und symbolisch – von der Pflanzen- und Tierwelt.







